Das Format der Daily Soap hält sich beständig und erfolgreich in der doch sonst so wechselhaft-unbeständigen Fernsehlandschaft. Wie kommt das, bei der doch recht offensichtlichen Trivialität und mangelndem - nun, nennen wir es mal Idealismus?
Ein paar Dinge sind offenkundig. Etwa die Positionierung bestimmter für die Zielgruppe interessanter Identifikationsfiguren (adoleszente Figuren, z.B. das unsichere Mädchen). Welche Gründe gibt es noch?
* Ganz offensichtlich spricht die Mixtur aus Dilettantismus und überzogenen Schicksalsschlägen mit ihren emotionalisierenden Strukturen an. Erst im Zusammenspiel aus der Affekt-Situation und dem "unrealen" Spiel, den "Pappfiguren" entsteht eine erträgliche Atmosphäre, bei der Spass und Ernsthaftigkeit genügend Gewicht bekommen, um zu bewegen und sich gleichzeitig auf Unterhaltungsniveau halten zu können. Die erzeugten Negativ-Emotionen sind auf dieser Distanz erträglich.
* Ganz langsam öffnet sich das Format auch kleinen Technikspielereien. Kurze Überblenden, Weichzeichnereien (geklaut von der artverwandten Telenovela), verstärkter Musikeinsatz.
* Der verstärkte Musikeinsatz. Perfekte Möglichkeit zur Identifikation und einem gehobenen Feel-Good-Faktor in der Zielgruppe. Warum das früher so selten verwendet wurde bleibt ein Wunder und lässt abermals auf ein Unvermögen bzw krasse Risikoscheuheit der Macher blicken.
Montag, 18. Mai 2009
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