Letztens erstmals diese wunderbare Sendung "Linksrechts" oder umgekehrt gesehen. Gast: Egon Krenz. Erinnerte mich prompt an meine illustre und beschauliche Kindheit im Osten, oder wie mein Vater damals zu sagen pflegte: "Hallo Fans von Egon Krenz!" Diese dürften sich aufgrund der alten Kamellen des ehemaligen Pionier an Bord des sinkenden Sozialistenfrachters prächtig amüsiert haben (im Sinne von zustimmendem Gemecker), denn uns Egon hat immer noch nicht so recht abgeschlossen mit der Vergangenheit. In Nordkorea kann er nichts Menschenverachtendes finden. Den Rechtsstaat will er nicht so recht anerkennen. und Erich Honecker ist einer der größten Deutschen - weil er im faschistischen Brandenburg im Naziknast saß. Das alles feuerte er in nur 5 Minuten von sich. So schnell wie damals die ostdeutschen Olympioniken sich locker-flockig vor die westdeutschen Mannschaft platzierten. Die Gallier gegen die Römer. mit selbstgemixten Doping-Zaubertrank. "Hähä, und ihr seid ja heute noch neidisch." Auch ein Beitrag von ihm, der schönste vielleicht...Egon Krenz also. Was für ein Mann. Ein Veteran der Verblendung. Sagt das, was der gemeine Pöbel in Demmin, der sächsischen Schweiz oder Uecker-Randow so denkt. Ganz Antifaschistisch eben.
Aufgefallen ist mir da - gebannt an seinen Lippen hängend - nur noch, das der gute Mann ja doch etwas Gruseliges an sich hat. Die tiefen Augenringe, der angebräunte Teint und dieses ausladende Gebiß. Höchste Zeit, dass hier Filmkunst betrieben wird. "Night of the Living Stasioffiziere". Da kommen sie alle aus ihren Gräbern gekrochen. 10 bis 20 Jahre bleiben dafür ja noch Zeit. Herr Schlingensief, übernehmen Sie!
Freitag, 25. April 2008
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